Weizengras – Wheatgrass

Weizengras – Wheatgrass

Hallo ihr Lieben!

Was ist Weizengras? Was macht es so unglaublich gesund und wie verwende ich es?

All diese Fragen und mehr beantworte ich euch heute in diesem Beitrag.

Viel Spaß!

Was ist Weizengras?

Weizengras ist, wie der Name schon sagt, das Gras des Weizens. Wenn ein Weizenkorn keimt, wächst innerhalb kurzer Zeit ein Grashalm heran, der etwas breiter als das normale „Gras“ aussieht. Nach 1-2 Wochen spaltet sich der Halm und ein zweiter kommt hervor. In diesem Zustand ist das Weizengras am wertvollsten für uns, denn dann hat es das Maximum an Inhaltsstoffen, vor allem Enzymen, erreicht.

Warum ist Weizengras so gesund?

Die Inhaltsstoffe:

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum zum Beispiel Kühe so groß und kräftig sein können, wenn sie doch den ganzen Tag nur Gras fressen?

Die Antwort ist ganz einfach: Das Gras hat alles, was sie brauchen.

Die Inhaltsstoffe und deren Menge im Weizengras sind von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen ist der Wachstumsfortschritt entscheidend. Wie schon gesagt, ist der Zeitpunkt, in dem ein zweiter Halm entsteht, der beste, um das Weizengras zu ernten. Zusätzlich spielen äußere Faktoren, wie Bodenbeschaffenheit, Temperatur, Licht und Wasser eine große Rolle. So hat logischerweise natürlich gewachsenes Weizengras eine höhere Nährstoffdichte als Weizengras auf der Fensterbank.

Was enthält Weizengras denn nun alles?

Die grüne Farbe lässt schon erraten, dass es reich an Chlorophyll ist. Es hat eine positive Wirkung auf den Aufbau neuer Blutzellen und unterstützt die Entgiftung.

Außerdem ist es reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen. Ich habe euch mal eine Liste zusammengestellt.

Weizengras hat für den Menschen eine wunderbare Zusammensetzung von essentiellen Aminosäuren. Der Eiweißgehalt liegt bei ungefähr 24%, was das doppelte an Eiweiß in Eiern und sogar das Achtfache an Eiweiß in Rohmilch übersteigt.

Auch der hohe Anteil an Antioxidantien ist bei Weizengras hervorzuheben, da dies gerade in der Krebstherapie von besonderem Interesse ist. Schon in den 60er Jahren hat Ann Wigmore ihre Krebstherapie um den Weizengrassaft herum aufgebaut und hatte sehr gute Erfolge.

Ich wollte euch so gerne eine Liste aufstellen, was der Weizengrassaft in welchen Mengen enthält. Nur leider finde ich so extrem unterschiedliche Zahlen, dass ich lieber nichts einfüge, bevor es kompletter Unsinn ist. Ich kann die unterschiedlichen Ergebnisse aber auch verstehen, denn, wie ich schon gesagt habe, sind die Inhaltsstoff-Mengen von sehr vielen Faktoren abhängig.

Warum ist Entsaften eine gute Möglichkeit, Weizengras in seinen Speiseplan zu integrieren?

Um zurück zu dem Beispiel mit der Kuh zu kommen, haben wir natürlich nicht mehrere Mägen und käuen den halben Tag das Gras wieder. Daran ist unser Verdauungssystem nicht angepasst. Um uns dennoch die vielen Inhaltsstoffe, Vitamine, Mineralien und Enzyme zu Nutze zu machen, kommt das Entsaften ins Spiel.

Unser Verdauungssystem ist nicht in der Lage die Zellulose des Blattes aufzubrechen. Durch das Entsaften übergehen wir dieses Problem und trennen die unverdaulichen Fasern vom Saft und übrig bleibt die pure Nährstoffbombe in Form von Saft.

Es gibt high-speed Mixer, wie den Vitamix, die versprechen, die Zellen beim mixen aufzubrechen und den Zellinhalt freizusetzen. Das wäre noch eine andere Möglichkeit. Ich bin jedoch noch etwas stutzig, ob das wirklich funktioniert.

Da benutze ich lieber meinen kleinen Entsafter :) Hier ist der Link zu dem Beitrag, wenn ihr euch für einen preiswerten Entsafter interessiert, der sehr gut grüne Blätter und somit auch Weizengras entsaften kann.

Um Weizengras zu entsaften, schneidet ihr es büschelweise so 4cm überm Boden ab.

Handrasenmäher. Erinnert mich an die Szene aus Asterix, wo der Brite seinen Rasen mit einer Handsichel schneidet, haha.

Die Büschel in den Entsafter stecken und loskurbeln.

Und hier seht ihr das grüne Gold. pur als Shot kann man sich ein kleines Gläschen gönnen. Entweder jeden Tag oder alle paar Tage. Mir ist das geschmacklich schon sehr intensiv und ich mag es lieber in einem Smoothie drunter gemischt, muss ich zugeben 😉

Also ab mit ein, zwei Bananen in den Mixer. So ist es schon vieel besser XD

Weizengras – Bezugsquellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Weizengras in seinen Speiseplan zu integrieren. Wer nicht die Zeit hat bzw. sich nicht die Zeit zum Entsaften nehmen möchte, kann sich auch einfach Weizengraspulver kaufen. Das gibt es z.B. in Reformhäusern, Bio-Läden und auch im Internet recht häufig zu kaufen. Bedenkt nur, dass es getrocknetes Weizengraspulver ist. Klar, ist es noch irgendwie gesund, aber nicht mit frisch-gepressten Weizengrassaft zu vergleichen. Enzyme leben leider nicht ewig.

Weizengras frisch bestellen

Wer gerne entsaften möchte, aber entweder sich nicht den Aufwand machen möchte, Weizengras selber anzubauen oder auch gar nicht den benötigten Platz besitzt, kann jetzt sogar schon frisches Weizengras mit Erde im Internet bestellen.

Christian von mein-weizengras.de war so lieb und hat mir eine Probe zukommen lassen, was ihr hier auf den Bildern seht. Mit der Qualität war ich sehr zufrieden und kann es euch nur weiterempfehlen. Es kam frisch und quicklebendig bei mir an :)

Weizengrasanbau in eigener Sache

Und wie kann ich mir eigenes Weizengras anbauen? Nunja, zunächst braucht ihr natürlich Weizen. Den gibt es z.B. bei DM von Alnatura in Bio-Qualität. 1 kg kosten gerade mal 1,25 €, was wirklich nicht teuer ist und ihr könnt mit der Menge einen kleinen Rasen anlegen XD

Die Samen müsst ihr dann in genügend Wasser über Nacht einweichen lassen.

Dann gut in einem Sieb abwaschen und anderthalb Tage keimen lassen. Immer mal wieder zwischendurch mit Wasser spülen, damit sie auch nicht austrocknen. Morgens und abends sollte ausreichend sein 😉

Wenn sie schön angekeimt sind und Wurzeln zeigen sind sie bereit fürs Aussäen.

Dafür habe ich flache „Untersetzer“, die eigentlich unter Blumenkästen kommen, geholt und mit etwas Blumenerde (ca. 1cm) befüllt. Es geht wohl auch ohne Erde. Eigentlich müsste man richtig gute Erde nehmen, die alles enthält, dass die Pflanzen die Inhaltsstoffe aufnehmen und wir diese dann später mit in unserem Saft haben. Bio-Blumenerde wäre natürlich am optimalsten.

Gebt die angekeimten Sprossen schön dicht auf die Erde, bewässert gut und deckt das ganze für ungefähr zwei Tage mit Zeitungspapier ab (leicht anfeuchten) bis das Gras so 4cm lang ist.

Dann könnt ihr sie in die Sonne stellen, damit sie auch ordentlich Chlorophyll bilden können. Bei einer Länge von 15-20 cm (wenn der zweite Halm kommt, nach ca. 4 Tagen) könnt ihr sie dann ernten: Büschelweise mit der Schere abschneiden und ab in den Entsafter oder Mixer. Ihr könnt das Gras sogar nochmal nachwachsen lassen und erneut ernten.

Ich möchte dieses Jahr mal einen Gartenversuch starten und einen kleinen Bereich mit Weizen aussäen, um immer wieder Weizengras abernten zu können. Ich halte euch dann auf dem Laufenden.

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